1. Was bedeutet Exposition bei Mobiltelefonen?

Um eine Verbindung zum Netz herzustellen, sendet die Antenne des Mobiltelefons Radiowellen aus. Ein Teil der ausgesendeten Energie wird vom Körper des Telefonbenutzers absorbiert.
Die relevanteste Messgrösse für die Exposition ist der SAR-Wert (SAR = Specific Absorption Rate).

2. Was ist der SAR-Wert?

SAR (spezifische Absorptionsrate) ist die Masseinheit für die Energiemenge der vom Körper des Mobiltelefonbenutzers absorbierten Radiowellen. Der SAR-Wert eines Mobiltelefons gibt den Höchstwert von Funkwellen an, denen der Benutzer dieses Telefons ausgesetzt sein kann. Jedes Modell hat einen eigenen SAR-Wert.
Die Weltgesundheitsorganisation und die Gesundheitsbehörden geben an, dass bei einem SAR-Wert unter 2 W/kg keine Gefahr für die Gesundheit besteht. Der SAR-Wert für in der Schweiz vertriebene Mobiltelefone darf diesen Wert nicht überschreiten.

Hier finden Sie die SAR-Werte der Mobiltelefone

3. Bleibt die Sendeleistung eines Mobiltelefons konstant?

Nein, Mobiltelefone senden nicht ständig mit höchster Leistung. Sie verfügen über ein Kontrollsystem, das die Sendeleistung automatisch auf die für eine gute Gesprächsqualität erforderliche Mindestleistung reduziert.

4. Wie verringere ich meine Exposition?

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis, der eine Gefährdung der Gesundheit durch die Nutzung von Mobiltelefonen belegt. Jedoch empfehlen die WHO (Weltgesundheitsorganisation) und die Schweizer Gesundheitsbehörden, u.a. das BAG (Bundesamt für Gesundheit), bis zur Veröffentlichung der neuesten, wissenschaftlichen Forschungsergebnisse, die persönliche Exposition gegenüber elektromagnetischer Strahlung durch folgende Massnahmen zu verringern:

  • Die Verwendung eines Kabel- oder Bluetooth-Headsets, das den Abstand des Mobiltelefons zum Ohr vergrössert und dadurch die Absorptionsrate im Kopfbereich reduziert, wird empfohlen. Die Gesundheitsbehörden raten zur Verwendung eines Headsets.
  • Beim Kauf eines Mobiltelefons sollte darauf geachtet werden, dass dieses über einen niedrigen SAR-Wert verfügt. Der SAR-Wert eines Mobiltelefons entspricht dem Höchstwert an Strahlung, der von einem Benutzer während eines Gesprächs aufgenommen werden kann. Ein Mobiltelefon mit einem SAR-Wert von über 2 W/kg darf nicht verkauft werden.
  • Telefonate sollten, soweit möglich, nur unter guten Empfangsbedingungen durchgeführt werden. Die Empfangsqualität wird durch die Anzahl der Balken auf dem Bildschirm des Mobiltelefons angezeigt. Je mehr Balken (mindestens 3), umso geringer ist die Sendeleistung des Mobiltelefons.
  • Mit der Lautsprecherfunktion, kann der Abstand zwischen dem Mobiltelefon und dem Kopf und damit die Exposition stark verringert werden.
  • Das Mobiltelefon sollte nicht unmittelbar nach dem Wählen an das Ohr gehalten werden. Es kann gewartet werden, bis die Verbindung auf dem Bildschirm angezeigt wird bevor man das Mobiltelefon zum Ohr führt. Zu Beginn einer Telefonverbindung, beim Tätigen wie bei der Entgegennahmen von Anrufen, ist die Strahlung am höchsten. Danach fällt die Leistung sehr schnell ab bis zum für den Empfang notwendigen Wert.
  • Bei der Verwendung von Schutz- und Anti-Strahlungszubehör, das die Strahlung verringern soll, ist Vorsicht geboten. Es kann die Verbindungsqualität verändern und dadurch die Strahlung erhöhen.

5. Verändern die neuen Mobilfunktechnologien den Expositionswert gegenüber Radiofrequenzstrahlung?

Die neuen Technologien führen stufenweise zu einer veränderten Nutzung des Mobiltelefons. Das Mobiltelefon wird zum Bildschirm. Der Benutzer wird es eher für visuelle als für Audio-Zwecke nutzen. So vergrössert sich der Abstand zwischen dem Mobiltelefon und dem Kopf, was zu einer Verringerung des Expositionswerts führt. Darüber hinaus sind die Werte der Sendeleistung von Mobiltelefonen der 3. Generation (UMTS) weitaus niedriger als die von GSM-Mobiltelefonen. Der SAR-Wert eines 3G-Mobiltelefons ist im UMTS-Modus niedriger als im GSM-Modus.

6. Welche Vorsichtsmassnahmen müssen Personen mit medizinischen Implantaten treffen?

Menschen mit aktiven medizinischen Implantaten (Herzschrittmacher, Insulinpumpen ...) müssen einen Mindestabstand von 30 cm zwischen dem Mobiltelefon und dem Implantat einhalten, da diese Geräte aufgrund der Radiowellen gestört werden können. Betroffene Personen sollten sich bei ihrem Arzt genauer zu diesem Thema informieren.

7. Ist es gefährlich, beim Autofahren zu telefonieren?

Telefonieren Sie nicht beim Autofahren, auch nicht mit einem Headset! Es wurde nachgewiesen, dass das Telefonieren beim Autofahren den Fahrer ablenkt und das Unfallrisiko erhöht. Halten Sie sich immer an die geltenden Verhaltensregeln.

Weitere Informationen

Forum Mobil
Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Forschungsstiftung Mobilkommunikation (FSM)