Was ist eine Mehrwertdienstnummer?

Telefonnummern, die mit 0900, 0901, 0906 (zusammengefasst als 090x) oder 18* beginnen, bezeichnet man als Mehrwertdienstnummern (Es könnte auch die Landesvorwahl der Schweiz (+41) vorangestellt sein: z.B. 0900 123 456 ist gleich +41 900 123 456 ist gleich 0041 900 123 456).

Häufig ist ein Anruf zu einer Mehrwertdienstnummer teurer als ein Standardgespräch. Zusätzlich zum eigentlichen Telefongespräch wird Ihnen ein bestimmter Dienst erbracht, dessen Dienstgebühren über Ihre Telefonrechnung abgerechnet werden. Eine breite Vielfalt von Diensten wird über Mehrwertdienstnummern angeboten. Die Mehrwertdienste erfüllen bestimmte Bedürfnisse und bieten eine bequeme Art der Bezahlung, die sehr gut für kleinere Beträge geeignet ist. Obwohl die weitaus meisten Mehrwertdienste gemäss den bestehenden Vorschriften erbracht werden, besteht ein erhöhtes finanzielles Risiko bei teuren Mehrwertdiensten. Angeboten werden sowohl Sprach-, als auch Fax- und Datendienste. Orange betreibt keine Mehrwertdienste für Dritte und zieht lediglich die Gebühren im Namen des jeweiligen Dienstanbieters ein. Für diese Inkassodienstleistung erhält Orange einen geringen Teil der Gebühren. Orange ist verpflichtet, den Zugang zu Mehrwertdienstnummern herzustellen (Interoperabilitätsverpflichtung).

Beispiele für Mehrwertdienste: SBB Kundendienst, Theatertickets, Preisausschreiben, Computer Hotlines, Unterhaltung für Erwachsene.

Es gibt vier Dienstkategorien :

  • 0900: Business und Marketing
  • 0901: Unterhaltung (keine Erotik)
  • 0906: Erotikdienste
  • 18*: Verzeichnisdienste / Auskunftsdienste

090x & 18* Ihre Rechnung ist höher als üblich?

Mögliche Ursachen:

  • Sie haben eine Mehrwertdienstnummer (090x oder 18*) gewählt, ohne sich des erhöhten Tarifs bewusst zu sein, der für diese Nummer gilt.
  • Sie haben sich verwählt, zum Beispiel wollten Sie die Nummer eines 090x Auskunftsdienstes anrufen, haben aber stattdessen eine sehr ähnliche, aber viel teurere 090x Nummer angewählt
  • emand anderes hat ohne Ihr Wissen Ihr Mobiltelefon benutzt und eine Mehrwertdienstnummer angerufen oder SMS an Kurznummern verschickt.
  • Sie haben Klingeltöne oder Logos über eine 090x Nummer oder eine SMS Kurznummer auf ihr Mobiltelefon geladen, ohne sich des erhöhten Tarifs bewusst zu sein.
  • Sie haben eine SMS erhalten, die Sie zum Rückruf auf eine 090x Nummer animiert hat (zum Beispiel eine angebliche Liebes-Mitteilung), und Sie haben die angegebene 090x Nummer angewählt, um die Nachricht anzuhören.
  • Sie haben an einem SMS Chat teilgenommen oder einen SMS Dienst bestellt und zahlreiche kostenpflichtige SMS erhalten.

Die Ursache für einen ungewöhnlich hohen Rechnungsbetrag können Sie in der detaillierten Anrufliste Ihrer Rechnung finden. Anrufe zu Mehrwertdienstnummern sind in der Rubrik 'Andere Dienste' aufgeführt.

Wer verbirgt sich hinter einer Mehrwertdienstnummer?

Sie können die Identität des Nummerninhabers auf der BAKOM Liste finden. Es kann vorkommen, dass der Nummerninhaber nicht mit dem Dienstanbieter identisch ist. Die Identität des eigentlichen Dienstanbieters kennt in diesem Fall nur der Nummerninhaber. Die Verantwortung für die Mehrwertdienstnummer und das Dienstangebot liegt beim Nummerninhaber.

Mehrwertdienstnummern werden durch das BAKOM auf Antrag an die Nummerninhaber zugeteilt. Damit ein Nummerninhaber eine Mehrwertdienstnummer in Betrieb nehmen kann, muss er einen Vertrag mit einem Telekomanbieter abschliessen, der sich um die technische Implementierung der Nummer kümmert. Orange bietet solche Verträge nicht an.

Wieviel kosten Anrufe zu Mehrwertdienstnummern?

Der Preis für einen Anruf zu einer 090x oder 18* Nummer umfasst den normalen Verbindungspreis ins Schweizer Festnetz gemäss Ihrem Orange Abonnement und eine Gebühr für den angebotenen Dienst. Diese Dienstgebühr (Tarif) wird nicht von Orange festgelegt, sondern vom Anbieter des Dienstes. Ein Dienstanbieter kann den Tarif für seine Mehrwertdienstnummer frei wählen und es gibt keine gesetzlichen Höchstgrenzen. Die Tarife können dementsprechend sehr hoch sein.

Zusammen mit jeder Veröffentlichung einer 090x oder 18* Nummer (Annonce, TV, SMS, Internet, etc) muss immer der Tarif angegeben sein. Es können Minutenpreise zur Anwendung kommen, aber auch beliebige Einmalgebühren zu beliebigen Zeitpunkten während des Anrufes. Die Minutenpreise können sich während des Anrufes ändern. Einmalgebühr bedeutet, dass ein bestimmter Betrag auf einmal berechnet wird, unabhängig von der Anrufdauer. Eine Einmalgebühr sofort zu Beginn des Anrufes bezeichnet man als Setup Gebühr. Eine Setup Gebühr wird selbst dann fällig, wenn die hergestellte Verbindung sofort wieder abgebrochen wird. Die Einmalgebühren können überraschend hoch sein.

Sie haben ein Problem mit Ihrer Orange-Rechnung betreffend Anrufe zu Mehrwertdienstnummern und möchten reklamieren?

Bei Anrufen zu Mehrwertdienstnummern stellt Orange die Verbindung her und übernimmt das Inkasso der Gebühren. Für das Dienstangebot, die Erbringung der Leistung und die Festlegung der Dienstgebühren ist nicht Orange sondern der Nummerninhaber / Dienstanbieter verantwortlich. Zwischen Orange und dem Nummerninhaber / Dienstanbieter besteht keine vertragliche Beziehung.

Da oft mehrere Firmen an einer Verbindung zu einer Mehrwertdienstnummer beteiligt sind, ist nur ein schriftliches Reklamationsverfahren möglich. Wir bitten Sie, Ihre Reklamation umgehend nach Erhalt Ihrer Rechnung schriftlich an den Nummerninhaber zu senden. Sie finden die Adressen der Nummerninhaber auf der BAKOM liste. In der Regel wird dies der schnellste Weg sein, um Ihre Reklamation klären zu können. Manche Nummerninhaber sind auch telefonisch oder per E-Mail erreichbar (versuchen Sie eine Internetsuche). Der Nummerninhaber sollte Ihnen auf jeden Fall weiterhelfen.

Wenn es Ihnen nicht gelingt, sich vor Ablauf der Zahlungsfrist Ihrer Orange-Rechnung mit dem Nummerninhaber in Verbindung zu setzen oder wenn dieser nicht auf Ihr Anliegen eingeht, bitten wir Sie, sofern die strittigen Verbindungen über Orange hergestellt wurden, Ihre Reklamation vor Ablauf der Zahlungsfrist schriftlich an Orange zu senden. Bitte unternehmen Sie diesen Schritt, denn nur so erfahren wir von Ihren Problemen und eventuellen Missbräuchen seitens der Nummerninhaber / Dienstanbieter. Senden Sie Ihre Reklamation entweder per Post an Orange Communications AG, Kundendienst, Rue du Caudray 4, Case Postale, 1020 Renens 1, oder per E-Mail an info@orange.ch. Bitte beschreiben Sie den Reklamationsgrund genau mit den nötigen Einzelheiten und legen Sie bitte wenn möglich Belege bei (z.B. Annonce mit Datum, Bildschirmausdruck bei Internetwerbung, Kopie Ihrer Rechnung). Unser Kundendienst steht Ihnen bei Fragen gern zur Verfügung.

Reklamationsgründe sind z.B. :

  • Falscher Preis oder kein Preis zusammen mit der Mehrwertdienstnummer veröffentlicht (Belege erforderlich, z.B. Annonce mit Datum)
  • Falschwahl (geben Sie die Nummer an, die Sie eigentlich anrufen wollten, zusammen mit Art des Dienstes und Preis, Angaben müssen plausibel sein)
  • Unverlangte SMS mit Aufforderung zum Rückruf auf eine 090x Nummer (Einzelheiten zur SMS erforderlich, wie Datum, Zeit, Absendernummer, Text der SMS; speichern Sie die SMS wenn möglich, damit Sie sie als Beweis an den Orange Kundendienst senden können)
  • Keine Preisansage zu Beginn des Anrufs bei 0906 Nummern (zusätzlich tritt am 1. Juni 2004 eine neue Preisbekanntgabeverordnung in Kraft, welche die Preisansagepflicht für alle Mehrwertdienstnummern mit Tarifen über 2 SFr./min oder über 2 SFr. Setup und ein Bestätigungssignal durch den Kunden bei Tarifen über 5 SFr./min oder 10 SFr. Setup vorschreibt)

Jeder Einzelfall wird von Orange untersucht, falls notwendig zusammen mit dem Telekomanbieter, bei dem die Mehrwertdienstnummer implementiert ist und der einen Vertrag mit dem Nummerninhaber hat. In der Regel sind die Aussichten auf Erfolg umso grösser, je besser Sie Ihre Reklamation belegen können. Orange kann ausser in nachgewiesenen Fällen von Missbrauch durch den Dienstanbieter nicht selbst über eine Rückerstattung entscheiden, denn die Gebührenforderung besteht von Seiten des Dienstanbieters.

Orange wird jedoch ihr möglichstes tun, um Sie bei begründeten Reklamationen zu unterstützen. Sie werden schriftlich über die Einzelheiten unserer Untersuchungen informiert. Inzwischen müssen Sie jedoch Ihre offene Rechnung begleichen, andernfalls sieht sich Orange unter Umständen gezwungen, bestimmte Dienstleistungen bei Ablauf der Mahnfrist vorläufig einzustellen. In bestimmten Fällen kann die Mahnfrist verlängert werden.

Wie funktioniert ein Anruf zu einer Mehrwertdienstnummer?

Einen Anruf zu einer Mehrwertdienstnummer kann man sich in Form einer Kette vorstellen: Ein Kunde ruft von seinem Orange Mobiltelefon die Nummer 0900 xxx xxx an. Der Anruf wird von Orange an den Telekomanbieter weitergeleitet, bei dem die Nummer implementiert ist. Dieser übergibt den Anruf an den Nummerninhaber / Dienstanbieter. Sobald die Verbindung hergestellt ist, kommt eine direkte Dienstleistungsbeziehung zwischen Kunde und Dienstanbieter zustande. Der Geldfluss der Dienstgebühren ist ähnlich: Vom Kunden über Orange zum Telekomanbieter, bei dem die Nummer implementiert ist und letztlich zum Dienstanbieter. Meist werden die verschiedenen Rollen von verschiedenen Firmen übernommen und es kann bis zu vier Zwischenstationen zwischen Kunde und Dienstanbieter geben. Der Ansprechpartner für den Kunden ist in erster Linie der Nummerninhaber (siehe BAKOM-Liste).

Falls ein Nummerninhaber eine Kundenreklamation nicht zufriedenstellend bearbeitet, sollte der Kunde nicht zögern, sich schriftlich bei seinem Telekomanbieter zu beschweren, der die strittigen Dienstgebühren in Rechnung gestellt hat. Achtung: Reklamation muss vor Ablauf der Zahlungsfrist erfolgen!

Wie kann man Problemen mit Mehrwertdienstnummern vorbeugen?

  • Begegnen Sie den 090x und 18* Nummern mit der nötigen Aufmerksamkeit und überzeugen Sie sich vor dem Anruf vom angegebenen Preis. Beachten Sie bitte, dass die Kosten zum Teil sehr hoch sein können und Missbrauch nicht ausgeschlossen werden kann. Wir empfehlen, diese Nummern nur zu wählen, wenn Sie sich über den Preis und über den angebotenen Dienst sicher sind.
  • Bitten sie den Orange Kundendienst, den Zugang zu Mehrwertdienstnummern von Ihrem Mobiltelefon aus gratis zu sperren. Diese Sperrung können Sie jederzeit wieder aufheben lassen. Wenn ein Mobiltelefon von mehreren Personen benutzt wird, ist eine solche Sperrung dringend angeraten.
  • Wie erkennt man 090x Nummern auf den ersten Blick? Laut Gesetz müssen die ersten 4 Ziffern einer Mehrwertdienstnummer in der Werbung zusammen geschrieben werden (0900, 0901 oder 0906) und der Preis muss gut leserlich angegeben sein. Es hat jedoch Fälle gegeben, in denen die Nummer ohne Preisangabe so geschrieben wurde, als wäre es eine normale Festnetznummer (z.B. 090 123 45 67). Es gibt keine Festnetznummern, die mit 090 beginnen. Lassen Sie sich auch nicht verwirren, wenn die internationale Schweizer Vorwahl '+41' oder '0041' der 090x Nummer vorangestellt ist. Achten Sie also auf Nummern, die mit '090', '+4190' oder '004190' beginnen. Sie könnten möglicherweise sehr teuer sein.
  • Die Preise für Mehrwertdienste können sich täglich ändern. Achten Sie daher auf die Aktualität von Annoncen und Werbematerial. Falls Sie gewohnheitsmässig 090x oder 18* Nummern anrufen, informieren Sie sich bitte regelmässig über allfällige Preisänderungen.
  • Falls mit einer 090x oder 18* Nummer zusammen kein Preis angegeben ist, stellt das einen Rechtsverstoss dar (Preisbekanntgabeverordnung - PBV). Wählen sie diese Nummer auf keinen Fall. Informieren Sie gegebenenfalls die zuständigen kantonalen Behörden oder das seco schriftlich mit Belegen.

    seco - Staatssekretariat für Wirtschaft
    Fachbereiche/Recht
    Effingerstrasse 1
    3003 Bern
    Tel. 031 322 77 70, Fax 031 324 09 56
    E-Mail: martine.maino@seco.admin.ch
    http://www.seco.admin.ch

  • Wählen Sie die Nummer sorgfältig, um Falschwahlen zu vermeiden. Sollten Sie sich verwählt haben, oder sollte das Angebot nicht dem entsprechen, was Sie erwarten, beenden Sie den Anruf sofort. Überprüfen Sie die Nummer, bevor Sie einen neuen Versuch unternehmen.
  • Seien sie vorsichtig, wenn andere Personen Ihr Mobiltelefon benutzen. Wenn Sie ein Unbekannter um Hilfe bittet, wählen Sie die Nummer am besten selbst. Bedenken Sie, dass Sie für alle von Ihrem Telefon aus getätigten Anrufe verantwortlich sind und haftbar gemacht werden können.
  • Vermeiden Sie unbefugte Benutzung Ihres Mobiltelefons durch Dritte, z.B. durch Aktivieren der automatischen Tastatursperre und Verwendung eines Telefonsperrcodes (siehe Bedienungsanleitung Ihres Mobiltelefons).

Wie können Sie den Zugang von Ihrem Mobiltelefon zu den Mehrwertdienstnummern sperren?

Es stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Wahl:

  • entweder Sperrung aller Mehrwertdienstnummern (alle 0900er, 0901er, 0906er Nummern und 18* Nummern ausser 187),
  • oder Sperrung aller Nummern mit erotischem Hintergrund (0906er Nummern).

Diese Sperrung wird von Orange kostenlos angeboten. Es genügt, sich an unseren Kundendienst (0800 700 700) zu wenden. Orange übernimmt keine Haftung für Verbindungen, die vor Wirksamwerden der Sperrung hergestellt wurden.

Rufnummern zu Angeboten für Erwachsene (0906) sind für Kunden und bekannte Benutzer unter 18 Jahren standardmässig gesperrt.

Bemerkung: Wenn Sie den Zugang zu allen 090x und 18* Nummern sperren lassen, haben Sie keinen Zugang mehr zu Mehrwertdiensten, die Sie in der Vergangenheit vielleicht genutzt haben (SBB Kundendienst, Weckdienst, Wettervorhersage, Strassenzustand usw.). Eine selektive Sperrung einzelner Nummern ist leider technisch nicht möglich.

Sie können jederzeit kostenlos und kurzfristig die Aufhebung einer von Ihnen in Auftrag gegebenen Sperrung veranlassen, indem Sie unseren Kundendienst anrufen. Sperrung und Entsperrung können nur vom Inhaber des betreffenden Abos veranlasst werden.

Was unternimmt Orange gegen die Missbräuche im Bereich der Mehrwertdienste?

Orange hat mit anderen Telekomanbietern ein Abkommen zur Bekämpfung des Missbrauchs im Bereich der Mehrwertdienstnummern unterzeichnet, das Bestandteil der Interkonnektionsverträge ist. Dieses Abkommen erlaubt es, wirksame Massnahmen gegen die Anbieter missbräuchlicher Dienste zu ergreifen, wie z.B. den Geldfluss zum Dienstanbieter zu sperren. Weitere Einzelheiten finden Sie in der Pressemitteilung.

Orange hat auch massgeblich an den ASUT-Verhandlungen mitgewirkt, deren Ergebnis eine Branchen-Vereinbarung für Telekommunikations-Mehrwertdienste ist, die umfassende Regelungen festschreibt, unter anderem auch eine Begrenzung der Dienstgebühren.

Können Mehrwertdienstnummern auch von PrePay Kunden angerufen werden?

Ja, aber mit Einschränkungen. Aus technischen Gründen können PrePay Kunden nur solche Mehrwertdienstnummern anrufen, welche einen Tarif aus der Gruppe der meist verbreitetsten Tarife benutzen (sogenannte Industrie Standard Tarife). Die Tarifhöhe ist dabei nicht entscheidend, jedoch besteht zur Zeit bei den Industrie Standard Tarifen eine Begrenzung auf maximal 6,66 SFr./min. oder 5 SFr. Setup.

Können auch normale Telefonnummern einen erhöhten Tarif besitzen?

Ja, allerdings werden diese Dienste nicht über Ihre Telefonrechnung abgerechnet. Solche direkt fakturierten Dienste können auch unter normalen Telefonnummern (sogenannten geografischen Nummern, wie 031 xxx xx xx) angeboten werden. Dabei sendet ein Dienstanbieter oder eine Abrechnungsfirma eine Rechnung über die Dienstgebühr direkt zum Kunden. Nur die normale Gebühr für den Anruf selbst wird über Ihre Telefonrechnung mit Orange abgerechnet. Auf Ihrer Orange Rechnung erscheint also nur ein normaler Anruf ins Schweizer Festnetz.

Direkt fakturierte Dienste liegen in jeder Hinsicht ausserhalb der Kontrolle von Orange. Orange kennt den Inhalt der Dienste nicht, steht in keinerlei vertraglichen Beziehung mit dem Anbieter und partizipiert nicht an den Dienstgebühren. Orange gibt auch bei Anfrage dieser Dienstanbieter / Abrechnungsfirmen keinerlei Kundendaten an diese Art Dienstanbieter oder von diesen beauftragte Abrechnungsfirmen weiter. Direkt fakturierte Dienste werden beispielsweise über die Firma Telebilling AG abgerechnet. Falls Sie derartige Rechnungen beanstanden wollen, wenden Sie sich bitte direkt an die rechnungsstellende Firma. Der Orange Kundendienst kann Ihnen nur sehr begrenzt weiterhelfen, z.B. bei der Überprüfung der Verbindungsdaten in Bezug auf Anrufdauer und -zeit. Eine einfache und schnelle Überprüfung ermöglicht Ihnen die Liste der detaillierten Anrufe Ihrer Orange Rechnung. Sie dient als Nachweis über die von Ihrem Mobiltelefon aus getätigten Gespräche. Prüfen Sie, ob zum fraglichen Zeitpunkt ein Gespräch von Ihrem Mobiltelefon aus auf die Nummer des Telefondienstes geführt wurde. Wenn Sie berechtigte Zweifel an der Richtigkeit der Rechnung der Abrechnungsfirma haben, sollten Sie hartnäckig bleiben und Beweise von der Abrechnungsfirma verlangen. Konsumentenschutzorganisationen können Ihnen dabei behilflich sein.

Sollten Sie von einer Abrechnungsfirma angerufen werden, liegt es in Ihrem Ermessen, Ihren Namen und Adresse anzugeben. Der Dienstanbieter muss sich vor Erbringung des Dienstes das Einverständnis des Kunden geben lassen und die Angaben überprüfen. Im Falle von Freischaltcodes für direkt fakturierte Dienste, die per SMS verschickt werden, muss der Dienstanbieter ebenfalls das Einverständnis des Kunden zur Übernahme der Dienstgebühren einholen. Wird das Einverständnis erteilt, liegt ein Vertragsschluss vor, der den Nutzer des Dienstes verpflichtet, die anfallenden Gebühren zu zahlen. Die Nachprüfbarkeit muss jedoch in jedem Fall gewährleistet sein.

Juristische Aspekte der Mehrwertdienstnummern

Orange unterliegt für alle Anrufe der Interoperabilitätsverpflichtung. Das bedeutet, dass Orange ausser in wenigen Ausnahmefällen nicht das Recht hat, von sich aus den Zugang zu bestimmten Mehrwertdiensten zu sperren.

Ein Orange Kunde kann sich jedoch gegen unangenehme Überraschungen mit Mehrwertdienstnummern schützen, indem er die entsprechende individuelle Zugangssperrung zu Mehrwertdienstnummern beim Orange Kundendienst bestellt.

Orange ist für die Festlegung der Dienstgebühren und das Dienstangebot fremder Mehrwertdienstnummern nicht verantwortlich und besitzt auch keinen Einfluss darauf. Orange stellt nur die Telefonverbindung her und übernimmt das Inkasso. Mit dem Nummerninhaber oder Dienstanbieter hat Orange keine vertragliche Beziehung. Zwischen Kunde und Dienstanbieter besteht eine implizite Vertragsbeziehung, ähnlich dem Versandhandel über die Post. Der Kunde hat sich folglich in allen Streitfällen zuerst an den Dienstanbieter zu wenden. Die Forderung über die Dienstgebühren besteht letztlich von Seiten des Dienstanbieters. Orange unterstützt jedoch auf Wunsch den Kunden bei der Klärung seiner schriftlichen Reklamation gegenüber dem Dienstanbieter. Die Zahlungsfrist der strittigen Rechnung ist zu beachten und wird durch eine Reklamation nicht automatisch verlängert.

Wenn grobe Verstösse gegen die Vergaberegeln oder rechtliche Vorschriften festgestellt wurden, kann das BAKOM eine Mehrwertdienstnummer widerrufen, d.h. sie dem Nummerninhaber entziehen. Ein Widerrufsverfahren benötigt relativ viel Zeit. Um ein Widerrufsverfahren in Gang setzen zu können, benötigt das BAKOM präzise Informationen über die Fakten und wenn möglich Beweise. Kunden können sich schriftlich an das BAKOM wenden, um Missbräuche anzuzeigen:

Bundesamt für Kommunikation
Abteilung Telecomdienste
Postfach
2501 Biel
http://www.bakom.ch
E-Mail: tc@bakom.admin.ch

Familienratgeber

Als Eltern möchten Sie das Beste für Ihr Kind. Auch wenn es um Mobiltelefone geht. Darum haben wir unseren Familienratgeber kreiert. (.PDF).