Was sind Mehrwertdienste?

Auf der Kundenrechnung können drei Arten von Mehrwertdiensten aufgeführt sein: sprachgesteuerte Mehrwertdienste (allgemein als 090x-Nummern bezeichnet), SMS-/MMS-Mehrwertdienste und WAP-/Internet-Mehrwertdienste.

  • Sprachgesteuerte Mehrwertdienste sind Telefonnummern, die mit 0900, 0901 und 0906 beginnen (zusammen als 090x-Nummern bezeichnet). Sie können die Landesvorwahl der Schweiz (+41) enthalten: 0900 123 456 entspricht zum Beispiel den Telefonnummern +41 900 123 456 und 0041 900 123 456).

    Verbindungen mit Mehrwertdienstnummern sind häufig teurer als Standardgespräche. Neben einem einfachen Telefongespräch wird Ihnen ein bestimmter Dienst bereitgestellt, der über Ihre Rechnung abgerechnet wird. Über Mehrwertdienstnummern können zahlreiche Dienste in Anspruch genommen werden. Mehrwertdienste sind auf bestimmte Kundenbedürfnisse zugeschnitten und bieten eine bequeme Zahlungsart, die sich vor allem für kleinere Beträge eignet. Obwohl die meisten der Mehrwertdienste die geltenden Richtlinien befolgen, besteht ein erhebliches finanzielles Risiko im Zusammenhang mit einigen teuren Mehrwertdienstnummern. Orange bietet diese Dienste nicht selbst an, sondern zieht für den entsprechenden Inhaltsanbieter nur die Gebühren ein. Als Gegenleistung für den Gebühreneinzug erhält Orange einen kleinen Anteil der Gebühr. Orange unterhält keine Vertragsbeziehung zu dem Dienstanbieter, ist jedoch verpflichtet, Zugang zu diesen Nummern bereitzustellen (Verpflichtung zur Interoperabilität).

    Mehrwertdienste sind zum Beispiel: Kundendienst der Schweizerischen Bundesbahn (CFF), Theaterkarten, Gewinnspiele, Computer-Hotlines und Erotikangebote.

    Es gibt drei Kategorien :
    • 0900: Business, Marketing
    • 0901: Unterhaltung (kein Erotikinhalt)
    • 0906: Erotikangebote (der Zugriff auf diese Dienste kann gesperrt werden)
  • SMS-/MMS-Mehrwertdienste ermöglichen es Ihnen, Informationen (Wetter, Börsenkurse, Sportergebnisse, aktuelle Nachrichten usw.), Klingeltöne, Logos und Spiele über SMS bzw. MMS für Ihr Mobiltelefon zu bestellen und zu empfangen. Dieser Dienst kann einmalig oder regelmässig über Abonnements bestellt werden (letztere werden als 'Push-SMS' bezeichnet). Erotikangebote beginnen mit der Zahl 6 und sind unter den Kurzwahlnummern eine besondere Mehrwertdienst-Kategorie. (Sie können diese Dienste sperren).

    Viele externe SMS- und MMS-Anbieter vertreiben ihre eigenen Produkte und Dienste über das Mobilfunknetz von Orange und verwenden hierbei ihren eigenen Markennamen. Sie haben jedoch einen Vertrag mit Orange abgeschlossen, in dem die Bestimmungen genau aufgeführt sind, die sie bei der Bereitstellung von Produkten und Diensten befolgen müssen. Orange wiederum übernimmt die Verantwortung für den Vertrieb der Produkte und Dienste und die Rechnungsstellung an unsere Kunden.
  • Über WAP/Internet bestellte Mehrwertdienste können auch über Ihre Orange Rechnung abgerechnet werden. In diesem Fall hat Orange eine besondere Vereinbarung mit dem Dienstanbieter abgeschlossen, in der zu befolgende Bestimmungen detailliert aufgeführt werden.

Ist Ihre Rechnung höher als normal?

Mögliche Ursachen:

  • Sie haben eine Mehrwertdienstnummer (090x) gewählt, ohne zu wissen, dass für diesen Dienst ein höherer Tarif berechnet wird.
  • Sie haben möglicherweise ein SMS erhalten, in dem Sie aufgefordert wurden, eine Mehrwertdienstnummer (090x) anzurufen, um diese Meldung abzuhören.
  • Sie haben über eine 090x-Nummer, eine Website im Internet oder eine SMS-Kurznummer Klingeltöne oder Logos auf Ihr Mobiltelefon heruntergeladen, ohne den geltenden Tarif für Mehrwertdienste zu kennen.
  • Unter Umständen haben Sie an einem SMS-Chat teilgenommen oder einen SMS-Dienst abonniert, woraufhin Sie zahlreiche SMS erhalten haben, die Sie bezahlen müssen. Bei Chats werden Ihnen für empfangene Meldungen Gebühren berechnet.
  • Sie haben im Ausland Anrufe von Ihrem Mobiltelefon geführt oder Anrufe empfangen (internationales Roaming). Beachten Sie, dass Ihnen auch für das Abrufen Ihrer Mailbox ein höherer Tarif in Rechnung gestellt wird.
  • Auskunftsdienste (18xy-Nummern*) werden ebenfalls mit einem höheren Tarif berechnet.
  • Eine andere Person hat ohne Ihr Wissen von Ihrem Mobiltelefon eine Mehrwertdienstnummer angerufen oder ein SMS an eine Kurznummer gesendet.

Mögliche Gründe für eine ungewöhnlich hohe Rechnung können Sie der detaillierten Anrufaufstellung entnehmen, die der Rechnung beiliegt. Anrufe an Mehrwert- und Auskunftsdienste werden unter der Sonderkategorie 'Mehrwertdienste' und Roaming-Anrufe unter 'Anrufe im Ausland' aufgelistet.

Wie können Sie hohe Rechnungen vermeiden?

  • Überwachen Sie den Zugriff von Dritten auf Ihr Mobiltelefon, um zu verhindern, dass eine andere Person ohne Ihr Wissen Dienste bezieht.
  • Geben Sie Ihren Namen nicht in Mailinglisten oder Formularen an, ohne vorher die Bedingungen zu lesen, denen Sie zustimmen.
  • Wenn Sie SMS-/MMS-Dienste oder über WAP/Internet zugängliche Dienste abonnieren möchten, lesen Sie die jeweiligen Bedingungen sorgfältig, bevor Sie Ihre Eingabe bestätigen.
  • Bei sprachgesteuerten Mehrwertdiensten legen Sie nach Ankündigung des Tarifs auf, falls dieser höher als erwartet ist.
  • Sie können anfordern, dass alle Anrufe an Mehrwertdienste, SMS-/MMS-Mehrwertdienste und WAP-/Internet-Zugriff auf diese Dienste gesperrt werden sollen.
  • Sie können Orange Travel abonnieren.
  • Sie können den Orange Comfort -Preisplan abonnieren.

Welche Verantwortung hat Orange?

Orange ist nicht der Anbieter der Mehrwertdienste. Unsere einzige Rolle besteht darin, die Verbindung zwischen dem Dienstanbieter und dem Orange Mobilfunkkunden herzustellen. Orange ist nicht für den Inhalt der von Dritten angebotenen SMS- und MMS-Dienste verantwortlich.

Orange muss jedoch die Dienste in Rechnung stellen, die auf der monatlichen Mobiltelefonrechnung des Kunden ausgewiesen werden. Die Beträge, die den Orange Kunden in Rechnung gestellt werden, werden an den Dienstanbieter zurückgezahlt. Daraufhin bezahlt dieser den Betrag für die Bereitstellung der Orange Infrastruktur.

Die Beziehung zwischen dem Kunden und dem Dienstanbieter ist einer Vertragsbeziehung ähnlich. Kommt es im Zusammenhang mit den bereitgestellten Diensten zu Streitigkeiten, muss sich der Kunde an den Dienstanbieter wenden. Wenn sich der Kunde nicht sicher ist, wer den Dienst bereitgestellt hat, kann Orange den Namen des Anbieters herausgeben.

Welche Verantwortung obliegt dem Anbieter des Mehrwertdienstes?

Dienstanbieter:

  • tragen die alleinige Verantwortung für die von ihnen vertriebenen Dienste und den jeweiligen Inhalt.
  • sind für die Preisfestlegung für die angebotenen Dienste verantwortlich (innerhalb der rechtlich maximal zulässigen Preise).
  • haften, insbesondere in Bezug auf die Preistransparenz, für die Bewerbung ihrer eigenen Dienste.

Die Beziehung zwischen dem Orange Kunden und dem Dienstanbieter kann als stillschweigender Vertrag bezeichnet werden. Orange kann nicht für den Inhalt des beworbenen Dienstes verantwortlich gemacht werden.

Welche Massnahmen sollten bei Streitfällen ergriffen werden?

Bei Streitfällen empfehlen wir, dass Sie sich an den entsprechenden Dienstanbieter wenden. Eine Liste der Anbieter für 090x-Nummern erhalten Sie auf der Website des Schweizer Bundesamts für Kommunikation (BAKOM). Die Liste der SMS-/MMS- und WAP-/Internet-Dienstanbieter, die einen Vertrag mit Orange abgeschlossen haben, erhalten Sie hier Wenn Sie sich nicht sicher sind, wer den Dienst angeboten hat, kann Orange Ihnen diese Angaben anhand der Nummer der Originalmitteilung zur Verfügung stellen (Feld für Absender bei SMS oder MMS).

Falls Sie den Anbieter nicht erreichen können oder er nicht auf die Anfrage eingeht, senden Sie Ihre schriftliche Beschwerde an Orange Customer Care, Rue du Caudray 4, Case Postale, 1020 Renens 1. Sie können auch ein E-Mail an info@orange.ch senden. Geben Sie eine ausführliche Beschreibung des Streitfalls an, und fügen Sie, wenn möglich, Begleitdokumente bei (zum Beispiel Kopie der Werbeanzeige, Rechnung usw.). Ihre Beschwerde müssen Sie innerhalb der Zahlungsfrist an Orange senden.

Die Fälle werden dann von Orange Experten und dem Dienstanbieter bearbeitet. Falls eine nicht zulässige Verwendung festgestellt wird, erhalten Sie den Betrag rückerstattet. Wir teilen Ihnen das Ergebnis unserer Ermittlungen per Post mit.

In der Zwischenzeit müssen Sie Ihre ausstehende Rechnung begleichen. Andernfalls sieht sich Orange möglicherweise unter den Umständen gezwungen, bestimmte Dienste nach Ablauf der Kündigungsfrist zu deaktivieren. In bestimmten Fällen kann die Kündigungsfrist verlängert werden.

Gründe für Beschwerden sind zum Beispiel folgende:

  • Es wurde der falsche Preis ausgewiesen, oder der Preis wurde nicht mit der Mehrwertdienstnummer bekannt gegeben. In diesem Fall müssen Sie Begleitdokumente anfügen, zum Beispiel eine Kopie der Werbeanzeige mit Datum.
  • Falsche Telefonnummer. Geben Sie in diesem Fall zusammen mit der Art des Dienstes und des Preises die Telefonnummer an, die Sie eigentlich anrufen wollten; Anfragen müssen glaubwürdig sein.
  • Unerwünschtes SMS mit der Aufforderung, eine 090x-Nummer anzurufen. In diesem Fall müssen Einzelheiten zum SMS angegeben werden, wie Datum, Uhrzeit, Telefonnummer des Absenders oder Text der SMS-Nachricht. Speichern Sie das SMS, soweit möglich, damit Sie es als Beweis an unseren Kundendienst senden können.
  • Keine Bekanntgabe des Tarifs (mehr als CHF 2.– pro Minute) zu Beginn des Gesprächs.
  • Der Befehl STOP für das Kündigen eines SMS-/MMS-Dienstes funktioniert nicht.

Wie kann ein von Ihnen abonnierter, gebührenpflichtiger SMS-/MMS-Mehrwertdienst deaktiviert werden?

Der Befehl zur Deaktivierung von Diensten lautet STOP. Senden Sie diesen Befehl an die angegebene Telefonnummer des entsprechenden Dienstes, um alle Dienste unter dieser Nummer zu kündigen. Falls Sie nur den Dienst eines bestimmten Schlüsselworts deaktivieren möchten, senden Sie STOP Schlüsselwort an die jeweilige Nummer.

Nützliche Befehle werden im Folgenden aufgelistet:

Schlüsselwort Beschreibung
START Abonnieren des entsprechenden Push- oder Club-Dienstes
STOP oder STOPP Kündigen des entsprechenden Push-, Chat- oder Club-Dienstes
STOP oder STOPP Kündigen aller Push-, Club- oder Chat-Dienste des Endkunden an eine bestimmte Kurznummer
VIEW Anzeigen eines Überblicks über alle aktiven Abonnements an eine bestimmte Kurznummer
INFO Kontaktinformationen des Mobilfunkanbieters (mindestens den Namen und die Hotline-Nummer in der Schweiz, d. h. entweder eine regionale Telefonnummer oder 0800/0840)
HELP Unterstützung für Benutzer des Dienstes, z. B. Hotline-Nummer, Website-Adresse
INDEX Der Endkunde erhält vom Mobilfunkanbieter eine Anleitung zur Verwendung des Dienstes mit der Angabe, wo und wie eine ausführliche Dienstbeschreibung und Preisliste erhältlich sind, z. B. im Internet, per Fax, auf Anfrage usw.

Was ist zu tun, wenn Sie unerwünschte SMS-/MMS-Mitteilungen auf Ihrem Mobiltelefon empfangen?

  1. Überprüfen Sie zuerst, ob es sich um einen SMS-/MMS-Mehrwertdienst handelt, den Sie abonniert haben. In diesem Fall wird Ihnen jede empfangene SMS-/MMS-Mitteilung gemäss den Bedingungen, für die Sie sich angemeldet haben, berechnet.
    Sie sollten den Befehl zur Deaktivierung des Dienstes (STOP) sobald wie möglich senden. Weitere Informationen finden Sie unter 'Wie kann ein von Ihnen abonnierter, gebührenpflichtiger SMS-/MMS-Mehrwertdienst deaktiviert werden?'

  2. Wenn es sich um ein Werbe-SMS/MMS handelt, für das keine Gebühr berechnet wird, lesen Sie die Mitteilung sorgfältig, um den Absender zu ermitteln. Möglicherweise haben Sie sich für den Empfang solcher Mitteilungen angemeldet. Wenn Sie sich nicht sicher sind und die Angelegenheit nicht weiter verfolgen möchten, löschen Sie die SMS-/MMS-Mitteilung.
    Falls Sie solche SMS-/MMS-Mitteilungen wiederholt erhalten, liegt dies möglicherweise daran, dass Ihr Name in einer Liste enthalten ist, die Werbung über SMS/MMS zulässt. Wenn Sie den Absender dieser Mitteilungen feststellen können, wenden Sie sich an ihn, um Ihre Angaben aus der Mailingliste löschen zu lassen.
    Rufen Sie nicht die Nummern mit den Vorwahlen 0900, 0901 oder 0906 an, da diese zu einem Mehrwertdiensttarif abgerechnet werden, so dass das Gespräch teuer werden könnte.

  3. Es ist auch möglich, dass unerwünschte Werbung von Dritten en masse an unsere Kunden gesendet werden (Spam). In diesem Fall können wir leider nicht immer Massnahmen ergreifen, da die Mitteilungen häufig aus dem Ausland gesendet werden und es daher schwierig ist, sie zu sperren. Weitere Informationen dazu, welche Massnahmen Sie ergreifen können, finden Sie im Abschnitt zu Spamming.

Wer ist der Urheber der Mehrwertdienstnummern?

Die Inhaber der 090x-Nummern lassen sich durch Aufrufen der Website des Schweizer Bundesamts für Kommunikation ( BAKOM) feststellen. Es kann vorkommen, dass der Inhaber der Nummer und der Inhaltsanbieter nicht identisch sind. In diesem Fall kennt nur der Inhaber der Nummer die Identität des tatsächlichen Inhaltsanbieters. Der Inhaber der Nummer ist für die Mehrwertdienstnummer und den entsprechenden Inhalt verantwortlich. Mehrwertdienstnummern werden den Inhabern der Nummer von BAKOM auf Anfrage bereitgestellt. Um eine Mehrwertnummer zu aktivieren, muss der Inhaber der Nummer einen Vertrag mit einer Telefongesellschaft abschliessen, die für die technische Implementierung der Nummer verantwortlich ist. Orange bietet solche Verträge nicht an.

Mehrwertdienstnummern werden den Inhabern der Nummer auf Anfrage vom BAKOM zugewiesen. Für die Aktivierung einer Mehrwertdienstnummer ist es erforderlich, dass der Inhaber der Nummer einen Vertrag mit dem für die technische Einrichtung der Nummer zuständigen Telefonanbieter abschliesst. Diese Art von Verträgen wird von Orange nicht angeboten.

Die Inhaber der Nummern für SMS-/MMS-Mehrwertdienste und für die über WAP/Internet bestellten Mehrwertdienste können Sie der Dienstanbieterliste entnehmen. Orange ist für die Bereitstellung der Nummer an den Dienstanbieter verantwortlich und hat folglich einen Vertrag mit diesem abgeschlossen.

Wie viel kann der Anruf an eine Mehrwertdienstnummer kosten?

Die Kosten eines Anrufs an eine 090x-Nummer beinhalten die normale Gesprächsgebühr in jedes Schweizer Festnetz gemäss Ihres gewählten Orange Abonnements, plus eine Gebühr für den angebotenen Dienst. Diese Zuschlagsgebühr (Tarif) wird nicht von Orange, sondern vom Inhaltsanbieter festgelegt. Inhaltsanbieter können folglich ihren eigenen Tarif für Mehrwertdienstnummern innerhalb der rechtlichen Preisobergrenzen festlegen: max. CHF 10.– pro Minute; max. CHF 100.– pro Einrichtung oder Pauschalbetrag; max. CHF 400.– pro Dienst.

090x-Nummern müssen immer mit dem Tarif angegeben werden (Werbung, TV, SMS, Internet usw.). Sie können als Preis pro Minute oder auch als Pauschalbetrag angegeben werden, der zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Gesprächs erhoben wird. Preise pro Minute können sich während des Gesprächs ändern. Ein Pauschalbetrag bedeutet, dass einmal ein festgelegter Betrag bezahlt wird, ungeachtet der Gesprächsdauer. Ein Pauschalbetrag, der zu Beginn des Gesprächs erhoben wird, wird als Verbindungsgebühr bezeichnet. Die Verbindungsgebühr wird daher fällig, sobald die Verbindung hergestellt wurde.

Eine Preisbekanntgabe muss für Dienste, die mehr als CHF 2.– kosten, oder pro Einrichtung und bei Berechnung eines Pauschalbetrags, der während des Gesprächs erhoben wird, abgespielt werden. Darüber hinaus muss der Kunde dem Angebot ausdrücklich zustimmen, wenn der Preis pro Minute mit mehr als CHF 5.– oder CHF 10.– pro Verbindungsgebühr oder als Pauschalbetrag abgerechnet wird.

Für SMS-/MMS-Mehrwertdienste , gilt der Preis pro empfangenes SMS/MMS. Der Preis muss den rechtlichen Preisobergrenzen und den Preisveröffentlichungen entsprechen:

  1. für ' Pull-Dienste ' (kein Abonnement): max. CHF 100.– pro SMS und max. CHF 400.– pro Dienst. Wenn der Dienst mehr als CHF 10.– kostet, kann er nur bereitgestellt werden, nachdem der Abonnent ausdrücklich seine Zustimmung für das Angebot gegeben hat.
  2. für ' Push-Dienste ' (Abonnement für wiederholte SMS/MMS): max. CHF 5.– pro SMS/MMS; max. CHF 5.– pro Minute; max. CHF 400.– pro Dienst. Für diese Dienste muss der Dienstanbieter ein kostenloses SMS/MMS mit Angaben zum Preis und zur Kündigung des Abonnements senden. Des Weiteren muss der Kunde ausdrücklich erklären, dass er das Angebot annimmt.

Die über WAP/Internet bestellten Mehrwertdienste können dem Kunden nur in Rechnung gestellt werden, wenn er dem Angebot ausdrücklich zugestimmt hat. Die Preisobergrenze liegt bei max. CHF 400.– pro Dienst.

Was passiert bei einem Anruf bei einer 090x-Nummer?

Stellen Sie sich einen Anruf an eine 090x-Mehrwertdienstnummer als eine Art Kette vor: Der Kunde ruft die Nummer 090x xxx xxx von seinem Orange Mobiltelefon aus an. Der Anruf wird von Orange an die Telefongesellschaft weitergeleitet, die die Nummer implementiert. Die Telefongesellschaft leitet dann den Anruf an den Inhaber der Nummer bzw. den Inhaltsanbieter weiter. Sobald die Verbindung hergestellt wurde, treten der Kunde und der Inhaltsanbieter eine direkte Beziehung zur Bereitstellung von Diensten ein. Die Kette der Dienstgebühr verläuft ähnlich: vom Kunden über Orange an die Telefongesellschaft, die die Nummer implementiert, und schliesslich an den Inhaltsanbieter. Meistens unterscheiden sich die auszuführenden Schritte je nach Firma, wobei zwischen den Schritten vom Kunden bis zum Inhaltsanbieter bis zu vier Zwischenschritte liegen können. Die Kontaktperson für den Kunden ist im Wesentlichen der Inhaber der Nummer (siehe BAKOM-Liste).

Wenn der Inhaber der Nummer keine zufriedenstellende Antwort in Bezug auf die Beschwerde geben kann, sollte der Kunde umgehend eine schriftliche Beschwerde an die Telefongesellschaft senden und die Rechnung über den fraglichen Betrag beilegen. Bitte beachten Sie: Etwaige Beschwerden müssen vor Ablauf der Zahlungsfrist bei Orange eingehen.

Wie kann ich Probleme bei Mehrwertdienstnummern vermeiden?

  • Seien Sie beim Anrufen von 090x-Nummern aufmerksam, und stellen Sie vorher die Tarife fest. Beachten Sie ausserdem, dass die Gebühren manchmal sehr hoch sein können und dass ein Missbrauch vorliegen kann. Wir empfehlen Ihnen, diese Nummern nur zu wählen, wenn Sie wirklich den Preis und die Art des angebotenen Dienstes kennen.
  • Wenden Sie sich unter der gebührenfreien Rufnummer an unseren Kundendienst, um den Zugriff auf alle Mehrwertdienstnummern von Ihrem Mobiltelefon aus zu sperren. Sie können diesen Dienst zum Sperren von Nummern jederzeit deaktivieren lassen. Wenn ein Mobiltelefon von mehreren Personen verwendet wird, empfehlen wir Ihnen dringend, diesen Blockierungsdienst zu nutzen.
  • Wie erkennen Sie 090x-Nummern auf den ersten Blick? Nach dem Gesetz müssen die ersten 4 Zahlen des Mehrwertdienstes (0900, 0901 oder 0906) zusammen mit der Nummer und dem Preis in einer Werbeanzeige deutlich angegeben werden. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen Nummern ohne Preise in Form einer Festnetznummer angegeben werden (z. B. 090 123 45 67). Festnetznummern beginnen nie mit 090. Lassen Sie sich nicht täuschen, wenn die internationale Landesvorwahl der Schweiz '+41' oder '0041' vor einer 090x-Nummer angezeigt wird. Seien Sie daher vorsichtig bei Nummern, die mit '090', '+4190' oder '004190' beginnen. Das Gespräch könnte sich als sehr teuer herausstellen.
  • Wie können Sie einen SMS-/MMS-Dienst erkennen: Wenn Sie ein SMS/MMS an eine drei- bis fünfstellige Nummer senden, bedeutet dies, dass Sie einen Dienst über SMS/MMS bestellen.
  • Die für Mehrwertdienstnummern geltenden Tarife können sich täglich ändern. Überprüfen Sie daher das Datum der Werbeanzeige oder des Werbeprospekts. Wenn Sie 090x-Nummern öfter anrufen, überprüfen Sie die Tarife regelmässig auf mögliche Änderungen.
  • Wenn für eine 090x-Nummer, eine SMS-/MMS-Kurznummer oder einen WAP-/Internet-Mehrwertdienst kein Tarif genannt wird, stellt dies eine Rechtsverletzung dar. (Verordnung für Preisangabe, OIP). Wählen Sie diese Nummer auf keinen Fall. Wenden Sie sich gegebenenfalls schriftlich an seco (Staatssekretariat für Wirtschaft), und fügen Sie alle Begleitdokumente bei.

    seco - Staatssekretariat für Wirtschaft
    Rechtsabteilung
    Effingerstrasse 31
    3003 Bern
    http://www.seco.admin.ch

  • Achten Sie sorgfältig darauf, die richtige Nummer zu wählen. Wenn Sie einen Fehler machen oder der Dienst nicht Ihren Erwartungen entspricht, beenden Sie unverzüglich das Gespräch. Überprüfen Sie die Nummer noch einmal, bevor Sie sie erneut wählen.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Sie anderen Personen erlauben, Ihr Mobiltelefon zu benutzen. Wenn ein Unbekannter Sie um Hilfe bittet, wählen Sie die Nummer selbst. Sie sind für alle Gespräche verantwortlich, die von Ihrem Mobiltelefon geführt werden, und müssen möglicherweise die Haftung übernehmen.
  • Vermeiden Sie jegliche nicht autorisierte Verwendung Ihres Mobiltelefons durch Dritte, zum Beispiel durch Aktivieren der automatischen Tastensperre oder durch Verwenden eines Sperrcodes (weitere Informationen hierzu finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Mobiltelefons).

Wie können Sie Ihr Mobiltelefon für Mehrwertdienstnummern sperren?

Sie haben zwei Möglichkeiten:

  • Sie können entweder alle Mehrwertdienstnummern sperren (alle 0900-, 0901- und 0906-Nummern, alle SMS-/MMS-Kurznummern und Kiosk-Dienste),
  • oder Sie können nur die Nummern mit Erotikangeboten sperren (0906-Nummern, SMS-/MMS-Kurznummern, die mit einer 6 beginnen, oder die Erotikkategorie des Kiosk-Dienstes).

Dieser Blockierungsdienst wird von Orange kostenlos angeboten. Sie müssen sich dazu lediglich unter der Nummer 0800 700 700 an unseren Kundendienst wenden. Orange übernimmt keine Verantwortung für Verbindungen, die vor der Sperrung dieser Nummern hergestellt wurden.

Bitte beachten Sie: Durch Sperren aller 090x-Nummern haben Sie keinen Zugriff mehr auf Mehrwertdienste, die Sie möglicherweise vorher genutzt hatten (Kundendienst der SBB, Weckanrufe, Wetter- und Verkehrsinformationen usw.). Leider ist eine selektive Sperrung von bestimmten Nummern aus technischen Gründen nicht möglich.

Sie können die Deaktivierung dieser oben genannten Blockierungsdienste jederzeit, unverzüglich und gebührenfrei bei unserem Kundendienst telefonisch beantragen. Nur der jeweilige Abonnent kann die Sperrung und die Deaktivierung der Sperrung von Mehrwertdienstnummern anfordern.

Mehrwertdienste für Erwachsene sind für Kunden und bekannte Benutzer unter 18 Jahren standardmässig gesperrt.

Welche Massnahmen unternimmt Orange bezüglich des Missbrauchs bei der Bereitstellung von Mehrwertdiensten?

Orange hat zusammen mit anderen Telefongesellschaften ein Abkommen gegen den Missbrauch bei der Bereitstellung von Mehrwertdiensten unterzeichnet. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Interconnection-Verträge. Die Vereinbarung ermöglicht es, dass gegen Anbieter, die die Dienste missbrauchen, effektive Massnahmen ergriffen werden können, und zwar durch Zurückhalten der Zahlung von Beträgen an den Inhaltsanbieter. Orange hat auch aktiv an Verhandlungen für zwei interprofessionelle Verhaltensregeln in Bezug auf Telekommunikations-Mehrwertdienste teilgenommen:

  1. für 090x-Nummern, rufen Sie die Website von asut;
  2. für SMS-/MMS-Mehrwertdienste, siehe Code of Conduct.

Können PrePay Kunden die Mehrwertdienste auch nutzen?

Ja, allerdings gelten bestimmte Einschränkungen für sprachgesteuerte Mehrwertdienste (090x-Nummern). Aus technischen Gründen können PrePay Kunden nur Mehrwertdienstnummern anrufen, deren Tarife im Bereich der am häufigsten geltenden Tarife liegen (so genannte 'Standard-Tarife der Industrie').

Können Festnetznummern auch zu einem höheren Tarif abgerechnet werden?

Ja, obwohl diese Dienste nicht über Ihre Telefonrechnung abgerechnet werden. Direkt abgerechnete Dienste wie diese können auch als Standard-Telefonnummer (so genannte regionale Nummern, wie zum Beispiel 022 xxx xx xx) angeboten werden. Der Inhaltsanbieter oder Rechnungssteller sendet eine Rechnung über die anfallenden Gebühren für die Nutzung des Dienstes direkt an den Kunden. Es wird nur die normale Gebühr für den Anruf selbst über Ihre Orange Telefonrechnung abgerechnet. Auf Ihrer Orange Telefonrechnung wird dieser Anruf daher als normaler Anruf an eine Schweizer Festnetznummer ausgewiesen.

Direkt abgerechnete Dienste liegen in jeder Hinsicht ausserhalb des Einflussbereichs von Orange. Orange kennt nicht den Inhalt des Dienstes, hat keinen Vertrag mit dem Inhaltsanbieter abgeschlossen und ist nicht an der Tariffestlegung beteiligt. Orange leitet keine Kundendaten an solche Datenanbieter oder bevollmächtigte Rechnungssteller weiter, auch nicht auf deren Anforderung.

Direkt abgerechnete Dienste können beispielsweise von der Telebilling AG eingezogen werden. Falls Sie bezüglich solcher Rechnungen eine Beschwerde einreichen möchten, wenden Sie sich direkt mit Ihrer Anfrage an den Rechnungssteller. Unser Kundendienst kann Ihnen nur eingeschränkt helfen, indem wir zum Beispiel die Verbindungsdaten für die Dauer und Zeit des Anrufs prüfen. Anhand der auf der Orange Rechnung aufgelisteten Einzelverbindungsnachweise lassen sich diese Angaben schnell und einfach überprüfen. Diese dienen als Nachweis für die Anrufe, die von Ihrem Mobiltelefon geführt wurden. Überprüfen Sie, ob zur fraglichen Zeit tatsächlich ein Anruf von Ihrem Mobiltelefon an den entsprechenden Dienst erfolgte. Wenn Sie die Richtigkeit der Rechnung anzweifeln, sollten Sie beharrlich bleiben und einen Nachweis vom Rechnungssteller verlangen. Verbraucherschutzorganisationen können hierbei sehr hilfreich sein.

Sollten Sie einen Anruf von einem Rechnungssteller erhalten, können Sie entscheiden, ob Sie Ihren Namen und Ihre Adresse angeben möchten oder nicht. Der Inhaltsanbieter muss vor der Bereitstellung des Dienstes die Zustimmung des Kunden einholen und die Daten überprüfen. Falls Schlüsselcodes für direkt abgerechnete Dienste über SMS gesendet wurden, muss der Inhaltsanbieter auch sicherstellen, dass der Kunde sich bereit erklärt, die Gebühren zu bezahlen. Wenn der Kunde zustimmt, schliesst er einen Vertrag zu den Bedingungen, unter denen der Benutzer des Dienstes verpflichtet ist, die anfallenden Gebühren zu bezahlen. Die Nachweisbarkeit muss in allen Fällen gewährleistet sein.

Rechtslage hinsichtlich Mehrwertdienstnummern

Orange ist weder für die Tariffestlegung noch für den von Dritten angebotenen Inhalt von Mehrwertdienstnummern verantwortlich. Orange stellt einfach nur die Telefonverbindung und den Gebühreneinzugsdienst bereit. In den meisten Fällen ist Orange keine Vertragsbeziehung mit dem Inhaber der Nummer oder dem Inhaltsanbieter eingegangen. Der Kunde hat einen stillschweigenden Vertrag mit dem Inhaltsanbieter abgeschlossen, so wie bei Artikeln, die per Post versendet werden. Daher sollte sich der Kunde bei Streitfällen immer zuerst an den Inhaltsanbieter wenden. Die Höhe der ausstehenden Forderung wird vom Inhaltsanbieter bestimmt. Dennoch gewährt Orange den Kunden auf ihre Bitte Unterstützung bei der Regelung schriftlicher Beschwerden an den Inhaltsanbieter. Die Zahlungsfrist der fraglichen Rechnung muss jedoch eingehalten werden, da sie bei Streitfällen nicht automatisch verlängert wird.

Orange unterliegt der Verpflichtung der Interoperabilität für alle Anrufe an 090x-Nummern. Dies bedeutet, dass Orange nicht berechtigt ist, bestimmte Mehrwertdienstnummern zu sperren, ausser in einigen wenigen Ausnahmefällen.

Bei schweren Regelverstössen oder Verletzung der Rechtsvorschriften kann BAKOM eine 090x-Mehrwertdienstnummer annullieren, d. h. sie dem Inhaber der Nummer entziehen. Dieses Verfahren ist jedoch relativ zeitaufwendig. Um das Annullierungsverfahren einzuleiten, benötigt OFCOM eine umfassende Darstellung der Tatsachen und einen Nachweis (wenn möglich). Kunden können sich auch schriftlich an BAKOM wenden, um unzulässige Methoden zu melden:

Bundesamt für Kommunikation
Telekommunikation
Postfach
2501 Biel
http://www.bakom.ch
E-Mail: tc@bakom.admin.ch

Falls hinsichtlich SMS-/MMS-Mehrwertdiensten und Kiosk eine nicht zulässige Verwendung durch den Dienstanbieter nachgewiesen wurde, kann Orange den Vertrag des Anbieters kündigen oder den Zugriff auf diesen Dienst vorübergehend sperren. Mögliche Fälle unzulässiger Verwendung sind zum Beispiel: irreführende Werbung, Bereitstellung eines nicht vorhandenen Dienstes, die vom Dienstanbieter angegebenen Preise entsprechen nicht den auf der Orange Rechnung ausgewiesenen Preisen, Empfang von SMS/MMS, ohne den Dienst angefordert zu haben, Nichteinhaltung der Verpflichtung zur Preistransparenz, d. h. die Verpflichtung, den Preis des Dienstes per SMS zu bestätigen. Der Kunde sollte Einzelheiten des Streitfalls schriftlich an Orange senden und Begleitdokumente beifügen, z. B. eine Kopie der Werbanzeige.

Orange Kunden können stets unangenehmen Überraschungen hinsichtlich Mehrwertdienstnummern vorbeugen, indem sie einen persönlichen Sperrsatz von unserem Kundendienst anfordern, um die Mehrwertdienstnummern zu sperren.

Ich kann keine SMS- und MMS-Dienste empfangen

Möglicherweise ist Ihr Mobiltelefon nicht ordnungsgemäss konfiguriert. Hier erhalten Sie Informationen zur schnellen und einfachen Konfiguration Ihres Mobiltelefons zum Zugriff auf SMS-, MMS- und WAP-Dienste.

Weitere Informationen zu Mehrwertdiensten erhalten Sie auf der BAKOM-Webseite.

Familienratgeber

Als Eltern möchten Sie das Beste für Ihr Kind. Auch wenn es um Mobiltelefone geht. Darum haben wir unseren Familienratgeber kreiert. (.PDF).